Mission10?

„Wenn ich du wär‘, lieber Gott, wenn du ich wärst,
lieber Gott, glaubst du ich wäre auch so streng mit dir?
Wenn ich du wär‘, lieber Gott, wenn du ich wärst, lieber
Gott, würdest du die Gebote befolgen nur wegen mir?“

Die Toten Hosen: „10 Gebote , 1996

Oft sind sie so verstanden worden, die biblischen 10 Gebote: streng, moralisch fordernd oder drohend, um es Gott recht zu machen.

Doch von diesen alten Weisungen geht auch eine große Faszination und Kraft aus. Sie können uns helfen, liebevoll, gerecht und menschenwürdig miteinander zu leben. Denn eine
Welt ohne gemeinsam akzeptierte Grundregeln und Werte funktioniert nicht und öffnet der Willkür Tür und Tor. Auf gar nichts mehr wäre in ihr Verlass.

Die Freiheit, Gut und Böse, Richtig und Falsch zu unterscheiden, ist in jedem Menschen angelegt. Die 10 Gebote weisen uns die Richtung, damit wir erkennen, was wirklich lebensdienlich
ist. Um die Würde jedes Menschen (also auch unsere eigene) im Wettstreit vieler Interessen zu schützen, braucht es solche Werte, an denen wir unser Verhalten ausrichten, überprüfen,
neu ordnen können.

Die 10 Gebote drohen uns nicht mit dem Zeigefinger. Sie wollen „das Leben wärmen , so der Theologe Fulbert Steffensky, weil sie die Hoffnung auf Gerechtigkeit und gelingendes
(Zusammen-)Leben ganz obenan stellen. Das tun wir auch. Darum unser Projekt mission10.

Wir vom Evangelisch-Lutherischen Dekanat Nürnberg geben darin an zwei Wochenenden Ideen und Gedanken weiter, was jedes dieser Gebote HEUTE für uns bedeuten könnte.

Das mission10-Team des Evangelisch-Lutherischen Dekanats:

Konrad Birkmann,
Pfarrer Thomas Kaffenberger,
Thomas Nagel,
Pfarrerin Kerstin Voges,
Pfarrerin Elke Wewetzer
und Doris Fuchs